Ergometrie


Das Belastungs-EKG ist eine wichtige Untersuchungsmethode, wenn es darum geht, genauere Informationen zu evtl. vorliegenden Herz-Kreislaufstörungen zu erhalten, aber auch um seinen Fitnessgrad (alters- und geschlechtsbezogen ermittelt) festzustellen.

Das Belastungs-EKG wird nach dem gleichen Prinzip wie eine Ruhe-EKG erstellt. Der Unterschied ist nur, dass der Patient während der Messung der Herzstromkurven körperlich aktiv ist. Eingesetzt wird ein stationäres Fahrrad (Ergometer). Die Arbeitsleistung wird in Watt gemessen. Die unterschiedlichen Belastungsphasen lassen sich am Fahrrad programmieren. Bei 25 Watt (entspricht normalem bis zügigem Gehen) wird in der Regel gestartet. In 2 minütigen Abständen und unter regelmäßigen Blutdruckkontrollen steigert die Arzthelferin die Belastungsstufe um jeweils 25 Watt, natürlich angepasst an die Kondition oder evtl. Beschwerdeangaben von Seiten des Patienten. Einer Belastung am Ende von z. B. 125-150 Watt würde dann schnellem Radfahren oder Joggen entsprechen. In der Regel dauert die gesamte Untersuchung ca. 30 Minuten, die Morgenmedikamente sollten eingenommen werden, ein leichtes Frühstück kann erfolgen.

 Die wichtigsten Indikationen lauten:

  1. Nachweis einer koronaren Herzerkrankung, die im Ruhe-EKG oft noch nicht sichtbar ist.
  2. Nachweis von Herzrhythmusstörungen unter Belastung. Dieses würde eher für das Vorliegen einer organischen Herzerkrankung sprechen, als wenn die Rhythmusstörungen nur unter Ruhebedingungen auftreten würden.
  3. Nachweis eines latenten Bluthochdruckes, der erst unter Belastungsbedingungen sichtbar wird, oder auch Nachweis einer guten medikamentösen Blutdruckeinstellung, die auch unter Belastungsbedingungen vorhanden sein sollte.
  4. Nicht zuletzt der allgemeine Fitnesszustand. Hier wird anhand von Tabellen der alters-, gewichts- und geschlechtsadaptierte Fitness-Level erkennbar, der durch die erreichte Watt-Anzahl und durch das Ausbleiben von überschießendem Herzrasen unter Belastungsbedingungen festgestellt wird.

Ziel des Belastungs-EKGs ist es die maximale Herzfrequenz des Patienten zu erreichen. Nur in diesem Fall ist die Untersuchung aussagekräftig.

Bitte weisen Sie uns vor Beginn der Untersuchung unbedingt darauf hin, falls folgende Störungen bei Ihnen vorliegen sollten: Akute Herzenge/Brustschmerzen, hohe Blutdruckwerte ab 180 mmHg (Systole), frische Thrombosebildung und schwere Herzfehler. In diesem Fall sollte das Belastungs-EKG nicht durchgeführt werden.

 

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